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Der Steinkauz (Athene noctua)

Besonders kennzeichnend für den Steinkauz sind die schwefelgelben Augen und die ziemlich flache Stirn. Das Gefieder ist oberseits erdbraun, auf dem Scheitel mit Längsreihen kleiner weißer Flecken, auf den Schultern und Flügeln mit großen weißen Tropfen und Querflecken; unterseits ist es gelblichweiß mit breiten braunen, auf der Brust ziemlich dichten Längsflecken. Der Steinkauz ist auch am Tage zu beobachten, sitzt gern in der Sonne und jagt nicht selten schon am Nachmittag. Sein Flug ist meist niedrig und verläuft wellenförmig - wie bei den Spechten. Auch am Tage sind seine Rufe - ein lautes "Kwiju" oder bellende "Kiff'-Laute - zu hören.

Der Steinkauz ernährt sich von Mäusen und anderen Kleintieren; in der warmen Jahreszeit jagt er häufig Insekten, vor allem Käfer. Er verschmäht aber auch nicht Raupen und Regenwürmer.

Der Steinkauz liebt möglichst offenes und ebenes Gelände. Er lebt deshalb bei uns in der Kulturlandschaft, speziell in Dauergrünlandgebieten mit Baumreihen oder Baumgruppen. Besonders ist er dort anzutreffen, wo alte Obstbäume auf Feldern, in Dorfgärten oder an Landstraßen stehen oder wo hohle Kopfweiden einen Bachlauf säumen. Da diese Biotope heute kaum noch anzutreffen sind, ist der Steinkauz sehr selten geworden. weiter...